Ofenanlage

Die Ofenanlage ist die Steuerungs-, Heizungs- und Überwachungseinheit der Erhitzungsmikroskope von Hesse Instruments. Sie umfasst die Ofensteuerung EPA und einen Rohrofen mit zugehörigem Ofentransformator. Die Ofenanlage ist fester Bestandteil des Erhitzungsmikroskops EM301 und kann bei Modernisierungen von bestehenden Erhitzungsmikroskopen der Firma Leitz / Leica verwendet werden.


Hauptmerkmale

Ofensteuerung

Die Ofensteuerung EPA ist die Schnittstelle zwischen Ofen, Kühlsystem und dem Messplatz-Rechner mit Erhitzungsmikroskop-Software EMI III. Als solides Steuerungs- und Überwachungsorgan des Erhitzungsmikroskops erfüllt sie im Wesentlichen drei Funktionen:

  1. Steuerung des Ofens: Der installierte Ofenregler benötigt keine manuelle Bedienung und arbeitet autark basierend auf dem Heizprogramm, das der Benutzer im Vorfeld in der Erhitzungsmikroskop-Software eingetragen hat. Das Design unserer Rohröfen und die Platzierung des Ofen-Thermoelements nahe am Heizleiter ermöglichen eine genaue Regelung und erhöhen die Betriebssicherheit. 
  2. Überwachung und Sicherheit: Ein Temperaturgrenzwert-Wächter überwacht die Einhaltung der maximal zulässigen Ofentemperatur auf der Basis von Daten eines zusätzlichen, separaten Ofen-Thermoelements. Zusätzlich prüft ein Wasserwächter den Arbeitsstatus des Kühlsystems des Erhitzungsmikroskops. So wird die Betriebssicherheit des Erhitzungsmikroskops erhöht und die Zerstörung des Ofens durch automatisches Abschalten der Ofenlast im Störungsfall verhindert.
  3. Zentrale Anzeige: Zusätzlich zur Software EMI III kann der Benutzer alle relevanten Daten, die den Ofen und das Kühlsystem betreffen über die installierten Displays und LEDs zentral erfassen. Dies vereinfacht Arbeitsschritte und ermöglicht schnelles Handeln bei Fehlern oder Ausfällen

Rohrofen

Die Rohröfen von Hesse Instruments wurden speziell für den Einsatz im Erhitzungsmikroskop entwickelt. Ihr Design und die hochentwickelten Materialien erlauben hohe Aufheizraten, konstante Messbedingungen und einfache Bedienung.

Alle Rohröfen weisen in der Messzelle im Bereich der Probe ein konstantes Temperaturprofil auf. In Kombination mit der exakten Probenpositionierung ist die Wiederholbarkeit von Messungen höher als bei größeren Öfen und besser als in den entsprechenden Normen gefordert.

Die Heizleiter unserer Öfen bestehen aus temperaturwechselbeständigem und korrosionsbeständigem Molybdändisilizid (MoSi2). Während des Betriebs wird auf der Oberfläche eine Schutzschicht aus SiO2 gebildet, die vor Korrosion schützt und so die Lebensdauer des Heizleiters stark erhöht. So können sehr hohe Heizraten bis 80 K/min bei Maximaltemperaturen bis 1700 °C Ofentemperatur realisiert werden.

Das Arbeitsrohr der Rohröfen ist austauschbar und kann bei Kontamination der Messzelle einfach und ohne Werkzeug ersetzt werden.


Vorteile auf einen Blick

Ofensteuerung

  • Steuerung mit autarkem Ofenregler
  • Erhöhte Betriebssicherheit
  • Separater Temperaturgrenzwertwächter und Wasserwächter
  • Automatische Abschaltung bei Überschreiten der Maximaltemperatur
  • Automatische Abschaltung bei zu geringem Wasserfluss
  • Erhöhter Schutz des Erhitzungsmikroskops
  • Zentrale Temperaturanzeige
  • Vereinfachung und Beschleunigung der Bedienung 

Rohrofen

  • Hochentwickelte Materialien
  • Hohe Lebensdauer
  • Hohe Heizraten 
  • Ausgefeiltes Design
  • Kompakter Aufbau
  • Konstantes Temperaturprofil im Bereich des Probekörpers
  • Austauschbares Arbeitsrohr
  • Einfaches Ersetzen bei kontaminierter Messzelle
  • Doppeltes Ofenthermoelement
  • Ein Thermoelement zur Temperaturmessung für die Steuerung
  • Ein Thermoelement für die Überwachung der zulässigen Maximaltemperatur
  • Erhöhte Betriebssicherheit und Schutz des Ofens
  • Ofenthermoelement direkt am Heizleiter
  • Genaue und zeitnahe Temperaturmessung
  • Reduzierung von Überschwingen
  • Präzise Steuerung

nach oben